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Geophagus megasema

Heckel, 1840 

 

 

Wissenschaftlicher Name  

megasema (griechisch) = mitgroßem Fleck

Zusammen mit Geophagus altifrons wurde G. megasema 1840 als erste "echte“ Geophagusart von Heckel in "Johann Natterers neue Flussfische Brasiliens“ beschrieben.

 

Fundorte  

Typusfundort ist der Rio Guaporé, der Grenzfluss zwischen Bolivien und Brasilien. Weitere Fundorte sind der Rio San Martin und der Rio Blanco, zwei Zuflüsse des Rio Guaporé. Wahrscheinlich kommt die Art im gesamten Einzugsgebiet des Rio Guaporé vor.

 

 

 

 

Größe

Im männlichen Geschlecht bis ca. 25 cm, die Weibchen bleiben etwas kleiner.

 

Arttypische Merkmale

Geophagus megasema charakterisiert ein sehr großer Seitenfleck, der im Gegensatz zu G. proximus mehr rund als rautenförmig ist. Der Lateralfleck durchläuft mit seinem oberen Drittel die obere Seitenlinie von der 9. bis zu 14. Schuppe.  

Außerdem fehlt G. megasema der Kiemendeckelfleck, der für  

G. proximus typisch ist. Die Brustflossen sind im Gegensatz zu

G. altifrons auffallend kurz (Weidner, 2000).  

Die Flossen sind, bis auf die Brustflossen, auffallend gestreift. DieSchwanzflossenzeichnung ähnelt G. sp. „Orangehead“ aus dem Rio Tapajos.

 

Geschlechtsunterschiede  

Keine sichtbaren, außer dass die Männchen etwas größer werden.

 

 

 

Pflegehinweise

Die Pflegeansprüche von Geophagus megasema unterscheiden sich nicht von anderen südamerikanischen Erdfressern.

Messungen von 2008 zufolge, hatte das Wasser im Rio San Martin folgende Werte: Temperatur 26° – 28° C, Leitfähigkeit etwa 50 µS/cm, pH 5,7 – 6,1, Härte weniger als 1°dH, Karbonathärte unter 0,5°dH.  

Nitrat, Nitrit, Ammonium und Phosphat waren nicht nachweisbar.

Der Boden des Flusses ist in den Uferbereichen teils schlammig bis sandig, meistens jedoch mit Vegetation überwuchert. Bei mir laichten die Tiere mit einer Größe von ca. 15 cm auch in hartem Münchner Leitungswasser mehrmals ab (pH 7,5, dGH ca. 16°).

 

 

 

Brutpflegeverhalten

G.megasema ist ein larvophiler Maulbrüter. Die Eier werden vom Weibchen, wie bei Offenbrütern, auf einem freiliegenden Stein o.ä. abgelegt und vom Männchen anschließend befruchtet.  

Nachdem die Larven nach 2 Tagen (bei 29° C) geschlüpft sind, werden sie von beiden Eltern ins Maul aufgenommen.  

 

 

 

Etwa weitere 5 Tage später werden die nun schwimmfähigen Jungfische das erste Mal aus dem Maul entlassen. Bei meinen Tieren übernahm nach dem Freischwimmen der Jungfische das Männchen alleine die weitere Brutpflege, was ich hier aber nicht verallgemeinern möchte. Die Brutpflege erlischt nach ca. einer Woche und die weitere Aufzucht derJungen ist problemlos.

 

 

 

 

Verfasser: Franz Frank, D 81 6583