Crenicichla vittata

Heckel, 1840

 

Vorkommen: Crenicichla vittata kommt vom Mato Grosso im südlichen Brasilien bis nach Uruguay und Argentinien, hauptsächlich im Einzug des Rio Paraguai und Rio Uruguai vor.

 

Geschlechtsunterschiede: Bis zum Eintritt der Geschlechtsreife sind die Tiere nicht zu unterscheiden. Erwachsene Männchen sind jedoch größer (über 30 Zentimeter) als die Weibchen und der rote Bauch ist wesentlich intensiver gefärbt. Ältere Männchen können einen Stirnbuckel entwickeln, was ich bei Weibchen nie beobachten konnte.   

 

 

 

Pflege:  

Aufgrund des Vorkommens im südlichen Südamerika lassen sich die Tiere im Winter schon bei Wassertemperaturen von 18° C pflegen. Die Tiere zeigen aber auch kein Unwohlsein wenn im Sommer die Temperatur die 30° C  Marke übersteigt.

Einzelne Paare können bereits in Becken mit 150 Zentimeter Kantenlänge gepflegt werden, nutzen jedoch auch den ganzen Schwimmraum in wesentlich größeren Aquarien. Eine optimale Einrichtung beinhaltet neben großen Wurzeln auch waagrecht liegende und schräg stehende große Steinplatten, die von laichwilligen Tieren unterhöhlt werden können. Ein leistungsfähiger Filter ist unbedingt anzuraten. Eine starke Strömung im Aquarium ist nicht nachteilig aber nicht erforderlich.

 

Ernährung:

Wie die meisten Crenicichla fressen auch Cr. vittata am liebsten Lebendfutter, wie z.B. Bachflohkrebse, Wasserinsekten oder Fische. Sie gehen jedoch auch problemlos an aufgetautes Frostfutter, wie z.B. Krill, Mückenlarven, Muscheln, Stinte, etc.

Manche Exemplare fressen Kunstfutter.

 

 

 

Zucht:

Bei harmonisierenden Paaren gelingt die Zucht relativ problemlos. Gelaicht wird im weichem bis mittelhartem Wasser (pH bis 7,5 und dGH bis ca. 20)   

 

 

 

Die Tiere unterhöhlen hierzu mit ihrem großen

und breiten Maul, aber auch mit kräftigen Schwanzschlägen, eine Steinplatte.

Darauf heftet das Weibchen mehrere hundert Eier an die Decke der Höhle, wo sie anschließend vom Männchen besamt werden.  

Je nach Temperatur schlüpfen die Larven nach ca. 5 bis 6 Tagen. In dieser Zeit verlässt das Weibchen die Höhle nicht, während das Männchen das Revier sichert.  

 

 

 

Die Aufzucht der schnellwüchsigen Brut ist einfach.

Sie aber an den Mann (Frau) zu bringen ist, trotz der Schönheit adulter Tiere, gar nicht so leicht.

 

 

 

Verfasser: Franz Frank, D 81 6583